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Der 28.10.2018, Sonntag und meine Heimat feiert 100-jähriges Jubiläum der Gründung der demokratischen Tschechoslowakei dank ihrem ersten Präsidenten Thomas Garigue Masaryk. Was alles damals passiert ist, kann ich nicht beschreiben, aber ich kann mit meinen Fotos ein Stück dieser Welt nahebringen, wo ich geboren bin und die ich meine Heimat nenne. Ich komme aus Bisenz, aus Kanton Goding – Hodonin.

 

 

Nicht nur auf meinen Reisen ist es schön, auch mein Land bietet interessante Kultur, Tradition und Orte, wo man etwas entdecken kann. Ersten Mal schriftlich erwähnt wurde Bisenz im Jahr 1015 und mit der Zeit gehörte er bis in 14. Jahrhundert zum Besitz des Königs oder seiner aristokratischen Verwandten, die hier ein Burg gebaut haben, der aber durch verschiedene Kriege in 15. Jahrhundert zerstört worden war und heute gibt es praktisch keine Beweise mehr über seine Existenz. Nur der Name der Hügel Alter Burg ist geblieben. Selbst die Stadt wurde von Bränden oft geplagt und wiedergebaut. Sie lag auf dem Weg zwischen Brünn und Österreich und so ist sie auch Heimat vielen Juden geworden, die hier seit den 14. Jahrhundert angekommen und ein Teil der Bevölkerung geworden sind. Der zweite Weltkrieg hat aber alles verändert.

Aus meiner Sicht ist Bisenz heute eine sehr schöne, gepflegte Stadt mit langer Tradition. Mit der kompletten Rekonstruktion der Kapelle St. Florian, die im Jahre 1703 gebaut worden ist und die schon damals ein imposantes, dominantes Zeichen der Stadt war. Das Unwetter hat sie aber oft beschädigt. Es folgten mehrere Reparaturen, aber im Jahr 1945 haben sie die deutschen Soldaten in die Luft gejagt.

Bisenz ist heute sehr bekannt für seine Weine. Ein guter Rat voraus: Probieren Sie nie gegen uns im Trinken gewinnen.

 

 

Es ist früh morgen und ich geniesse die Ruhe hier oben bei der Kapelle auf dem Burghügel. Ich komme mir herzig vor, denn das hier ist der höchste Punkt, also 120 m.ü.m. „Meine“ Berge in der Schweiz haben über 2000 m.ü.m. und die höchsten der Schweiz über 4000 m.ü.m.

 

 

Auf dem Weg zur Kapelle St. Florian laufe ich an Weinkellern vorbei. Alles ist ein Privatbesitz, denn die Weinkenner stammen aus einer langen Familientradition und die Weinberge sind sehr edel, wertvoll und kostbar, falls überhaupt zum Verkauf kommt. Sie werden von Generation zu Generation geerbt und sind weit rundum Bisenz zu sehen. Und zum guten Wein gehört auch feiern: im Herbst das Danksagen der Weinbergen mit Trachten und feinem Federweisse.

 

 

Bisenz ist aber auch sehr bekannt dank seinem Kieferwald. Der sandige Boden hier ist nicht genug fruchtbar, aber dieser Baum hat sich gut angepasst. Der Wald bietet vielen Männern die Arbeit und für viele Tierarten ein zu Hause. Sehr heisse Sommer und der Sand, gennant als Mährische Sahara sind ideal für spezifische Insekten. Heute gilt die Mährische Sahara als Naturdenkmal. Noch vor der demokratischen Revolution im Jahr 1989 haben wir hier im Rahmen der kommunistischen Erziehung in der Schule gelernt aus der Waffe zu schiessen und die Panzer bewundert. Im Mai 2014 hat der Brand über 200 Hektaren Wald zerstört.

 

 

Und noch etwas macht unseres Wald so bekannt: Er lädt zu wunderbaren Spaziergängen und Relaxen ein und er ist ein Paradies der Pilzensammler.

 

 

Das Wetter ist meinerseits und ich geniesse umso mehr meine Heimat. Ich fahre Richtung Stadt Kyjov. Die Umgebung ist bekannt für ihre Landschaft und wird als Tschechische Toskana gennant. Es ist früh morgen, die Welt wacht auf und nur ein Stück weiter verhüllt sich Mähren noch im Nebel. Nur der Bauer fährt auf grossen, endlosen Feldern.

 

 

Ein weiteres, interessanteres Ausflugsziel ist das Schloss Milotice, das neu restauriert wurde und zieht viele Touristen an. Das Schloss mit wunderbarem Garten im Barockstil gehören zu Unikaten aus dieser Zeit. Die gesamte Kulisse dient gerne und oft als Hintergrund für Märchen, aber auch die ausländischen Produktionen kehren hierher ein.

 

 

Zeit zum Mittag essen, für mich ist das immer ein Nationalfeiertag: Lendenbraten auf Rahm mit böhmischen Knödel, zum Trinken Kofola. Das habe ich in der Schweiz nicht, umso mehr geniesse ich.

 

 

Nicht weit von der österreichischen Grenze liegt ein weiteres Schmuck zu bestaunen: Schloss Lednice. Es gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Tschechei. Fast 700 Jahre war es im Besitz der Familie Lichtenstein. Im Sommer kann man an sehr spannenden Vorführungen teilnehmen, wie z. B. die Arbeit mit Greifvogel, Art ihrer Jagd, die Schutz in unserem Land oder die Massnahmen zum Schutz dieser faszinierenden Tieren.

 

 

Der Schlosspark lädt zum spazieren ein, man kann weiter staunen – Minarett, das Jagdschloss usw. Das Schloss wurde in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

 

 

Ein kurzer Blick in die Schönheit meines Landes, die Erinnerungen an meine Heimat, ein Land, wo meine Wurzel irgendwo im Mähren wachsen und die Krone sich in der Schweiz ausdehnt und die kleine Äste in die Welt.

Der heutige Tag und nicht nur der heutiger ist gewidmet meiner Heimat, dem Land des starken Löwen – der Tschechischen Republik – ich schicke euch wunderbare Grüsse aus der Westeuropa. Es ist gewidmet den wunderbaren Orten und allen Menschen mit gutem Herz…

…DENN IHR MACHT DIE WELT BESONDERS, INDEM IHR EINFACH DA SEID…

 

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4 Antworten zu “Bisenz – meine Heimat

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