55 0

Mein nächster Ausflug zu Schönheiten meiner Heimat führt mich zum Schloss Milotitz. Nicht nur mich – heute kommen mit mir meine ehemalige Schulkollegin Vera mit ihrer Tochter Sara. So fahren wir die drei Grazien zusammen Richtung Schloss Milotitz.

 

 

Schloss bezaubert die Touristen mit wunderbarem Stil und Sauberkeit. Die ersten Notizen stammen aus 1341, seit 1360 wird auch der erste Besitzer erwähnt. Seit 1648 beginnt die Ära von Österreich-Ungarn. Das Schloss wurde mehrfach umgebaut und heutzutage vertritt er Barockstil, für die Öffentlichkeit ist er seit 1948 zugänglich.

 

 

Die Führung ist nach dem Alltag der letzten Besitzerfamilie Seilern – Aspang konzipiert. Der Tag begann im Oratorium mit beten. Die Treppe diente zu Beförderungen vom Essen aus der Küche.

 

 

Wir befinden uns im Kinderzimmer, dass für Studium für Kinder galt. Jede Woche wurde eine andere Sprache gesprochen – Tschechisch, Französisch, Englisch. Im Hintergrund vom Kinderzimmer befindet sich das Zimmer für Kindermädchen, das Französisch sprach.

 

 

Im Arbeitszimmer wurden an Dienerschaft die Aufgaben und Planung verteilt. Antoinette war sehr freundlich und half Menschen.

 

 

Neben Arbeitszimmer ist Gesellschaftssalon. Hier servierten die Damen Tee und Kaffee, sogar drei Radios spielten – bis heute ist eins sogar geblieben.

 

 

Das Kabinett war Liebe des Grafen. Auf den Wänden hängen wunderbare Bilder seinen beliebten Pferden aus Pferdestall im Hof. Im Kabinett der Gräfin schmücken die Wände anstatt Tapeten die Ausschnitte aus Tageszeitungen mit Themen des Alltags.

 

 

Vor uns zeigen sich stilvolles Esszimmer, wo sich die ganze Familie traf. Es herrschte strenge Erziehung: um 07:00 das Morgenessen, um 11:00 Mittag und um 18:00 Uhr Abendessen. Es wurde eingekauft nur das, was man im Hof nicht herstellen konnte. Und das Essen wurde so lange serviert, bis es nicht gegessen wurde.

 

 

Nach Esszimmer kommt die Bibliothek mit etwa 5000 Bücher. Im gesamten Schloss befindet sich aber etwa 15,000 Bücher in Deutsch, Tschechisch, Lateinisch, Ungarisch. Die Herrschaft führte sehr sorgfältige Evidenz, nach welcher man noch heute die Bücher findet. In Büchern wird über Landwirtschaft und Obstanbau geschrieben, sogar die Bücher über Winnetou. Auf dem Tisch befindet sich das Hochzeitsfoto von Ladislav und Antoinette.

 

 

Die Führung geht weiter in Gesellschaftsaal – das ist das grösste Zimmer im Schloss. Hier wurden die Veranstaltungen organisiert, im Winter war aber geschlossen, weil der Betrieb sehr aufwendig war.

 

 

Im chinesischen Zimmer befindet sich sehr wertvoller Dekoration bestehend aus Handarbeit aus Elfenbein, Bronze.

 

 

In der Familiengalerie gibt es die Porträts, die Familienmitglieder und deren Schicksale zeigen.

 

 

Das Gastzimmer diente für Besuche. Es handelte sich um Tage, Monate, sogar auch Jahre, als man dem Bruder Asyl möglich machte.

 

 

Das blaue Zimmer wurde erst später entdeckt, ursprünglich diente es als Lager. Nach dem Tod seiner Gattin lebte Ladislav einige Zeit hier, empfing die Besuche. Später wurde sogar das Badezimmer eingerichtet.

 

 

So wie der Tag mit Beten angefangen hat, endet auch unsere Führung – in der Schlosskapelle. Sie wurde dem Johannes Nepomuk eingeweiht. Der Pfarrer lebte im Schloss oben der Kapelle. Der wertvollste Gegenstand befindet sich genau hier – das Fresko auf der Decke. Hier endete der Tag der Adeligen und gleichzeitig unsere Führung. So wie immer ist die interessanteste Frage – Frage der Besitz – seit dem 70. Jahre vergangenes Jahrhundert befindet sich das Schloss in der Obhut des Amtes. Die Familie hat die Restitution abgelehnt.

 

 

Zum Schloss gehört soeben auch wunderbar gepflegter Park. Wir haben Glück – gerade kommt die Familie. Die Kostüme können im Schloss ausgeliehen werden und geniessen grosse Beliebtheit.

 

 

Wir laufen durch den Park, die Sonne scheint, wir haben Glück. In den Räumlichkeiten findet die Ausstellung Barock in Mähren statt. Es handelt sich um Bildhauerei und zwischen 18. – 19. Jahrhundert. Das Werk der Bildhauer ist Teil künstlerischer Ausstattung der Schlossgärten, Kirche und öffentlicher Orten.

 

 

Der Besuch geht weiter durch den Garten. Aufgrund des schlechten Zustandes der Bäume bleibt für 2022 die 15 ha grosse Fasanerie geschlossen. Sie diente zur Zucht und Jagd vom Fasanen und anderer Tiere. Schlechte Pflege in der Vergangenheit hatte zur Folge fast komplette Verwüstung, gleichzeitig konnte sich spezifische Umwelt entwickeln und heutzutage gehört die Fasanerie zu Naturschutzgebiet mit vielen seltenen Vogelarten.

 

 

Der Garten misst etwa 4.5 ha. Die ersten Erwähnungen stammen aus 1611. Heute gilt er als besonders erhaltene barocke Gesamtheit. Ursprünglich Renaissance Schloss wurde seit 1719 in Barock umgebaut. Der Garten ist in vollkommene Symmetrie eingerichtet und gebaut mit geometrischer Präzision. Zum Schloss gehörte soeben Pferdestall, Reithalle, Gärtnerei und Orangerie.

 

 

Weiterer Ausflug zu Schönheiten meiner Heimat ist hinter uns, in den Räumlichkeiten ehemaliger Küche findet man Köstlichkeiten in Cafeteria, wo es sich lohnt, anzuhalten. Das Schloss ist absolute Perle der Südmähren und sehr beliebtes Ausflugsziel, na dann auf Wiedersehen!

 

Beitrag teilen

Durch die Tschechien 6. Stadt Strassnitz

« Vorderer Beitrag

Durch die Tschechei 9. Bisenz

Nächster Beitrag »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.