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Der heutige Ausflug führt uns in ZOO Göding. Heute ist es genau 366 Tage nach wüstendem Tornado hier in Südmähren. Der Zoo hatte das Glück im Unglück, Tornado ist nach mehreren Kilometern Route abgeschwächt und im späteren Abendstunden hat er nur die Bäume geschädigt und den Hundeheim vernichtet. Zum grossen Glück ist niemand zu Schaden gekommen.

 

 

Auch www.helenea.com hat den ZOO finanziell unterstützt und so ist es an der Zeit zu schauen, wie es ihm heutzutage geht. Mit mir kommt meine Mutter, die soeben auch Tierpatin ist. Der Zoo ist eine der kleinsten und jüngsten von 16 ZOO’s in Tschechischen Republik. Sein Beginn ist datiert im Jahre 1977 als kleine Tieroase, die schon im 1972 entstand, zurzeit leben hier über 900 einheimischen und exotischen Tieren in 250 Arten. Ein Drittel ist vom Aussterben bedroht. Es ist sehr warm, viele Tiere erholen sich im Schatten. Ich werde heute nicht nur die Bewohner des Gartens besuchen, sondern auch ihre Besonderheiten kennenlernen.

 

 

Als Erstes sehen wir die Schildkröte, die am Flüssen und Seeufern lebt. Das Geschlecht der Schildkröte ist bedingt von der Temperatur bei Inkubation. Bei 28 °C schlüpfen Weibchen, bei 30 °C die Männchen.

 

 

Am See stehen die Flamingos. Sie mögen Salzseen, das meiste Leben verbringen sie im Wasser. Nach dem Schlüpfen gehen Jungen in „Kinderkolonie“, Rosa Feder stammen vom Karotten, darum ist wichtig die Fütterung.

 

 

In Aussenvoliere dürfen wir den Tiger bewundern, es ist nicht einfach, ihn zu finden. Er bevorzugt Teigen und Wälder – grosse, von Menschen unberührte Orten. Lebt alleine, Jagd tagsüber, schwimmt gerne, ist grösste Katze der Welt. In Gefangenschaft leben 200-300 Tiere, in freier Natur etwa tausend.

 

 

Nebenan wohnt der Trasvaal – Löwe. Erwachsen wird er zwischen vierten und fünften Lebensjahr. In Gefangenschaft können sie bis zu 30 Jahre alt werden, in Freiheit etwa Hälfte. Es gibt auch weisse Form – es handelt sich um genetische Mutanten, deren das Hautpigment fehlt.

 

 

Im Schatten unter den Bäumen versteckt sich die Familie Kamel, die anfangs März dieses Jahres kleinen Nachwuchs bekam.

 

 

Gegenüber lebt Arabische Oryx – den kennt ihr schon aus meiner Reportage aus VAE über Sir Bany Island. Oryx kann Regen spüren und lange Wochen hingehen, bis er Wasser bekommt. Wegen Ölbohrungen wurde er auf Arabischen Halbinsel ausgerottet. Dank der Zucht in Zoos konnte er 1980 in die Natur ausgesetzt werden, wo er in kleinen Herden aus Männchen und Weibchen mit Jungtieren lebt.

 

 

Wir legen kurz auch eine Pause – Eisdrink in warmem Tag erfrischt.

 

 

Die Führung geht weiter mit Ouessant-Schafen. Sie kommen aus kleinen Insel in französischen Brittany, dank der rauen Klima sind sie sehr widerstandsfähig, pflegeleicht und gleichzeitig kleinste Art Schafe der Welt und produziert am meiste Wolle.

 

 

Jetzt kommen die Kamelziegen, die sich hervorragend an halbwilden Lebensstil adaptierte. Meine Mutter ist ihre Tierpatin – der Name ist schön zur Schau gestellt.

 

 

Jetzt kommt das nächste Schaf – die aus Kanton Wallis. Mein zynisches Ich brüllt schon – jetzt sind wir zu Hause! Tatsächlich. Sie sind nicht anspruchsvoll, die Hörner haben wie Männchen so die Auen. Jede produziert über vier Kilo Wolle im Jahr und diese Art ist bekannt schon seit 15. Jahrhundert.

 

 

Bei Ziegen verbleiben wir noch – uns so bekannte kleine Holländische Ziege. Sie hat keine landwirtschaftliche Bedeutung, wird für das Abgrasen gebraucht. Trotz ihres Namen stammt sie nicht aus Holland, sondern aus Westafrika. Die Ziegen sind Pflanzenfresser, sie mögen auch hartes Brot und Äpfel. Mein zynisches Ich flüstert: Die haben wir auch und der Schweiz! Ja, genau – sie leistet Gesellschaft.

 

 

Der nächste Bewohner des Zoos ist Luchs. Er ist die grösste Katze in Tschechei. Bei Tageslicht kann er auf 70 m die Maus, den Hasen auf 300 und Reh auf 500 m erblicken.

 

 

Beim See geniessen die Schildkröten und Trauerschwan. Er ist nicht Zugvogel, sein Aufenthaltsort passt er seinen Bedingungen an und lebt Monogramm – Leben lang mit seinem Partner. In Neuseeland war er in freier Natur ausgerottet, heutzutage lebt er in Parks. Die Schmuck-Schildkröte gehört zu den meistgezüchteten Süsswasser-Schildkröten auf der Welt, erste Notiz stammt aus Jahr 1656. Die meiste Zeit verbringt sie in der Sonne, sie regulieren somit ihre Körpertemperatur.

 

 

Wie man die Körpertemperatur reguliert, können wir uns buchstäblich überzeugen. Der Hund zeigt kein Interesse an uns und geniesst seinen Nachmittag. Er ist genauso wie der Dromedare – ein Passgänger – er bewegt beide linken und rechten Beine.  In vielen Orten war da schon ausgerottet, weil er intensiv für seinen Pelz gejagt wurde.

 

 

Wir besuchen jetzt das Vogelreich. Wunderbare Decken-Toko, genannt nach dem Weltenbummler Karl Klaus von Decken, der als Erster versucht hat, den höchsten Berg das Afrika zu bezwingen. Erlebt bis 1700 m über Meer von Äthiopien bis Tansania. Das Männchen unterscheidet sich von Weibchen durch die Schnabelfarbe. Die Weibchen haben schwarzen – der Männchen roten.

 

 

Der Balistar stammt aus Insel Bali. In freier Natur lebt etwa 20 Stück. In Gefangenschaft etwa sieben Hundert.

 

 

Aus der exotischen Ferne landen wir wieder zu Hause. Im Schatten geniesst der Esel. Er kann 35 Jahre erreichen und ersten Erwähnungen stammen aus alten Ägypten. Der Esel ist so eben wie Pferd, Zebra oder Nashorn ein Unpaarhufer.

 

 

Jetzt schnell auf das andere Ende der Erdkugel – das Benettakänguruh. Sie haben sehr interessante Reproduktion. Das geborene wiegt 1 g und schiebt sich sofort in den Sack. Das Weibchen kann sogar drei Kleine auf einmal haben – das älteste bleibt im Sack, zweite saugt an Brustwarze und Drittes in Gebermutter. An einigen Orten im England ist er verwildert und an zwei Orten lebt er sogar noch heute.

 

 

Noch einmal schauen wir im Reich der Vögel. Der Falke lebt grundsätzlich als Paar. Falke ist ein Zugvogel, manche überwintern in Afrika, andere in Indien. Beim Flug über Himalajas sterben viele. Er kann 20 Jahre alt werden. In Pakistan und Indien geniesst er bedeutungsvolle, symbolischen Status.

 

 

Der Blaulatzara stammt aus Bolivien, in freier Natur leben etwa 300 Exemplare, meistens in Paaren. Er gehört zu kritisch bedrohten Arten aufgrund der Jagd für Markt mit Haustieren.

 

 

 

Diesmal bewundern wir die Greifvögel in Aussenvoliere. Brillenkauz lebt vor allem in tropischen Regenwäldern der Mittel und Südamerika. Er lebt einzelgängerisch und ist aktiv in der Nacht. Am Orten, wo er lebt, ist er die grösste und dominantes der Eulen.

 

 

Uhu ist Nachtvogel und ist Einzelgänger. In der Natur orientiert er sich vor allem nach Gehör. Als wertvolle Trophäe wurde er in Tschechei fast ausgerottet. Der älteste Uhu in Gefangenschaft lebte 60 Jahre. In der Natur werden sie fast 20 Jahre alt.

 

 

Falke mag offene Fläche, kann aber auch in der Stadt leben. Sie überwintern in Regionen Afrikas, wo genügend Futter gibt. Sie nisten in Kolonien.

 

 

Die Stars des Zoos kommen – Surikati. Sie sind Raubtiere, lebend in Wüsten Afrikas. Sie bilden Kolonien, die in unterirdischen Höhlen leben. Den Tag verbringen sie mit der Suche nach der Nahrung und Aufbereitung der Höllen. Ausgewählte sind beauftragt, die Wache zu halten und vor der Gefahr zu warnen.

 

 

Der amerikanische Jaguar – hier melanisch – also schwarzfarbig – geniesst seine Ruhe. Er lebt in Wäldern, hat gerne Wasser, gebadet oft. Er bevorzugt grössere Beute wie Hirschen, Füchse, Tapir. Zum Leben braucht er nicht viel – etwa 1,5 Kilo Fleisch pro Tag.

 

 

Nebenan bleibt für kürzere Zeit aufgrund der Umbauten das Weibchen in typisch fleckiger Farbe.

 

 

Jetzt betreten wir aber den Affensalon. Hier leben die Schimpansen – Susanna, Juddy und Tea. Susanna wurde in Angola geboren und am 1.1.2023 wird sie 50 Jahre feiern. Die anderen zwei kommen aus Zoo in Liberec uns sind halb so alt. Wenn sie gerade wirklich beschäftigt sind, lassen sie sich nicht stören. Mein zynisches Ich hat starke Beziehung zu Affen und arbeitet am liebsten auch so. Die Schimpansen leben gewöhnlich in Gruppen von 5 bis 10 Stück, leben auf Bäumen, trotzdem bewegen sie sich auch auf Boden. Einmal in drei oder vier Jahren gebärt das Weibchen nach acht Monaten Trächtigkeit einen Jungen. Die Beziehungen haben starke Verbindung, die sich weiterentwickeln. Die Schimpansen sind Verwandte der Menschen. Gegenseitiger Kontakt und Berührungen sind essenziell für sie, sie stärken die sozialen Beziehungen. Erwachsen werden sie circa mit zehn Jahren, können bis zu 50 Jahre alt werden. Für mich persönlich sind Affen faszinierend und ich betrachte sie als sehr intelligent.

 

 

Nebenan bei Nachbarn sieht das schon ganz anders aus – der Braunrückentamarin springt von Ort zu Ort. Es ist unglaublich kompliziert, so aktive Tierchen überhaupt zu fotografieren. Trotzdem innerhalb Sekunde schiesse ich ein schönes Bild. Tamarin lebt in kleineren Gruppen in Regenfelder in Ecuador, Kolumbien und Brasilien, Peru und Bolivien. Nach fast 150 Tagen Trächtigkeit gebärt das Weibchen meistens zwei, ausnahmsweise auch drei Jungen. Sie werden wie von Eltern, soeben älteren Geschwistern gepflegt.

 

 

Bei der Westlichen Grünmeerkatze herrscht die Ruhe. Sie bilden kleine Gruppen von 7 bis 30 Mitgliedern mit hierarchischen Anordnungen. Sie leben soeben am Boden und Bäumen, auf Ästen schlafen sie. Sie haben sehr bunte Speisekarte – von Obst, Blätter, Insekten und kleine Säugetiere. Geschlechtsreif werden sie erst in fünf Jahren. Sie wurden sogar in Karibik auf Schiffen hingeschleppt, die die Sklaven transportierten.

 

 

Das Tageslicht wechselt in Terrarium – hier wartet die nächste Herausforderung – die Bewohner überhaupt zu finden. Leguan kann man nicht übersehen – das ist ein grosses Exemplar. Er lebt auf Kuba und auf Kaimaninseln, ist Einzelgänger. Das Weibchen legen etwa acht Eier. Die Inkubation dauert etwa 70 Tage bei 31 °C.

 

 

Die Riesenschlanke zeigt sich in voller Länge. Sie bewohnt die Teile der Mittel und Südamerika, wo sie meiste Zeit in Bäumen verbringt. Sie kann geschickt und schnell schwimmen, kann sogar 30 Jahre alt werden. Die Beute tötet sie durch Erdrosseln und wird von Kopf an geschluckt. Das Männchen ist geschlechtsreif ab 135 cm und das Weibchen ab 180 cm. Die Gravidität dauert fast 140 Tage, das Weibchen gebärt 10-60 Jungen. Bei ungünstigen Temperaturen kann sie sie im Körper bis zu zehn Monaten innehalten.

 

 

Gekon lebt in Regenwäldern Indien über Asien bis Philippinen. Sie sind Raubtiere – jagen Insekten, Nagetiere und Vögel. Ohne Probleme können sie sich am glatten Flächen halten.

 

 

Unser netter Ausflug in den Zoo Göding ist zu Ende. Noch kleine Erfrischung im Schatten können wir Kaffee geniessen. Alle Plastikbecher kann man mit Zuschlag bezahlen, falls man in behalten will.

 

 

Der Zoo ist auf jeden Fall sehenswert, einige Tiere warten immer noch auf ihren Paten und werden sich über Ihre Unterstützung freuen. Wir wünschen dem Zoo alles Gute und freuen uns bald auf Wiedersehen!

 

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Tag mit Tierpflegern in der Wildstation Landshut

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