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Die Weihnachtszeit ist da, ich nehme sie schon seit Jahren nicht mehr so ernst. Für mich bedeuten sie ganz klar Zeit der Erholung. Dieses Jahr werden die Weihnachten für viele Menschen ein bisschen anders sein. Viele haben das Jahr vielleicht realisiert, dass sie zusammen mit ihrem Partner nicht mehr passen, andere haben umso mehr bemerkt, dass sie gemeinsam durch das Leben gehen wollen und haben das mit der Zuwachs in die Familie gefeiert. Und dann sind hier die Leute, die jemanden suchen, haben aber noch nicht gefunden. Das ändert nichts daran, dass auch wenn sie niemanden haben, nicht das Leben geniessen sollten. Ich gehöre ebenfalls zu dieser Gruppe.

 

 

Den ersten Advent Sonntag habe ich eine spontane Einladung zum Ausflug bekommen, eine wunderbare Idee, den Berg Moleson zu besuchen. Ich wollte schon lange hin. Wir fahren mit der Seilbahn aus dem grauen Nebel über 2000 m.ü.m. Die Sonne im Gesicht und herrliche Aussicht in die weite Umgebung warten auf uns. 

 

 

Wir wandern zu dem nahegelegenen Gipfel und verbringen hier eine Weile. Während die Sonne schon langsam schlafen geht und die Leute eilen nach Hause, wir zur Gondel. Auf dem Horizont geht die Sonne schlafen, auf der anderen Seite steht der Mond auf, der Himmel färbt sich rosarot.

 

 

Meine Arbeit in der Zeit vor Weihnachten heisst viel zu tun, die Woche geht schnell vorbei und so lande ich ziemlich schnell in zweiten Advent. Dann widme ich der Erholung und meinen Weihnachtsbaum schmücken. Ebenfalls besuche ich meine Lieblingsconditorei Steffen in Aarberg und trainiere für die Weihnachten. Mein zynisches Ich hilft ausgiebig. 

 

 

Die Zeit geht vergeht wie im Flug und schon sind wir bei dritten Advent. Ich hab mir das ganze Wochenende erholt, am Samstag war ich im Wellness. Das war nach langer Zeit wieder eröffnet, aber nur für eine Woche, um es wieder bis Februar zu schliessen. Ich weiss nicht einmal, ob ich lachen oder weinen soll.

 

 

Die Woche, wo Weihnachten kommen, verbringe ich mit Arbeit und keiner Arbeit. Irgendwann muss ich einspringen, aber aller Stress ist nicht mehr da, viele Kunden haben schon geschlossen. Mein Wunsch für den Heiligen Abend ist ganz einfach  – ich möchte am liebsten Skifahren gehen, aber die Frau Holle hat andere Pläne.

 

 

Und wie ich den Heiligen Abend verbringe? Nicht ganz alleine, mein zynisches Ich ist da. Wir werden gut kochen. Ich werde ganz sicher naschen. Mein zynisches Ich liebt solche Angelegenheiten. Das Gebäck ist gebacken, jedes Jahr bekomme ich immer etwas. Das mal waren es zwei Päckchen, das erste als Belohnung für meine erfolgreich  bestandene Prüfung als Disponent und zweites Päckchen ist eine Einladung zum Nachtessen zu meinen Vermietern. Wir werden die tschechischen Märchen schauen.

 

 

Mein zynisches Ich wird mich so wie jedes Jahr fragen, in der warmen Stube: Und wie viele Tierchen haben kein zu Hause, leiden und haben nichts zu essen…

 

 

Die Adoptievtiere für nächstes Jahr haben wir schon ausgewählt. Wir werden das über Festtage noch mal zusammen durchgehen und spenden dann. Mein zynisches Ich wird sehr glücklich sein und wird spielen und das Luftschloss bauen, was wir alles noch erleben und fotografieren werden, damit wir der Natur helfen können.

 

 

Mein zynisches Ich winkt euch und lässt euch ausrichten, dass ihr nie alleine seid. Ihr seid in Ordnung so, wie ihr seid, es ist schön, ihr seid da und alles ist in Ordnung so, wie es ist. Alles wird gut. Jetzt erholt euch genug, geniesst die Ruhe und Behaglichkeit. Denn wir werden unermüdlich über Stock und Stein weiter gehen. Ich werde euch die Welt zeigen so, wie ich sie sehe und ihr zeigt mir die Welt, in der macht es Freude, zu leben.

 

…DENN IHR MACHT DIE WELT BESONDERS, INDEM IHR EINFACH DA SEID…

 

 

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Schweizer Bauer

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2 Antworten zu “Frohen Heiligen Abend und ihr seid nie alleine…

  1. Hallo liebe Helenea
    Ach wie schnell doch die Zeit vergeht.
    Ich möchte mich bei dir auch bedanken, für all deine tollen Beiträge die du für uns so wunderbar verfasst hast.
    Ich habe jeden einzelnen Beitrag genossen, mit viel schmunzeln aber auch mit viel viel Erfurcht vor dir und deinen Abenteuern.
    Lass den Kopf niemals hängen und geh stolz und mit vollen Eifer weiter durchs Leben. Vieleicht werde ich dich eines Tages persönlich kennen lernen dürfen.schöne Weihnachten
    Lg Rainer

    1. Lieber Rainer! Ich danke dir sehr für deine Worte, es ist schön zu lesen, dass man mich auch mit Schmunzeln gerne liest. Ich wünsche Dir prima Zeit und bis bald! LG Helena

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