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Ein erholsames Wochenende mitten April, das Wetter macht endlich mit. Eine lange Skisaison ( das Jahr ohne mich ) ist vorbei. Warme Sonnenstrahlen ziehen mich in Berg voller Märchen. Auch hier wacht das Leben langsam auf.

 

 

Das Zwitschern der Vögeln, hier und da noch Schnee. Der Berg voller Märchen hat mich manches gelernt. Mit dem Frühling kommt die Wärme, wir blühen auf, gewinnen an Kraft und Energie, das wissen wir alle. Aber wenn die Motivation fehlt? Wenn man nicht weisst, wo dadurch? Eine Menge Schnee, weiter kann ich nicht mehr fahren. Ich schnappe meine Kamera und weiter geht es zu Fuss. Ich weiss sehr gut, was ich suche. Ich suche Antworten auf meine Fragen. Antworten, die zwischen der Zeilen in der Natur zu lesen sind.

 

 

Ich schaue mich um, der Himmel ist bewölkt, ich sehe die vom Schnee bedeckte Landschaft und mein zynisches Ich flüstert: Es ist wie unseres Leben, es ist wie unser Lebensweg. Es ist kalt und frisch und trotzdem blüht hier neues Leben. Etwas neigt zum Ende, etwas Neues fängt an. Die wunderbaren Blumen, die trotz des Unwetter blühen und wollen das Licht der Welt erblicken. Es wird kalt, der Regen kommt und trotzdem, sie wollen wachsen und mit ihrer Schönheit strahlen. Wo nehmen sie ihre Kraft? Die Kuhfladen liegen faul herum, was ist wichtiger als Kuhfladen auf der Weide? Mein zynisches Ich lächelt. Auch die Stachel wachsen hier, mühsam, stechend. Auch die gehören zum unseren Lebensweg.

 

 

Bei meinem nächsten Besuch regnet es und der Nebel macht sich breit. Der Nebel, der Augenblick, wo man auf einmal nicht mehr weiss, wo geht es hin, wenn man auf der Kreuzung des Lebens steht? Die wunderbaren Blumen, die sich unter der Regentropfen zum Boden beugen. Und irgendwo im Hintergrund das Singen eines Vogels, ein wahrer Optimist. Beim Bach wachsen gelbe Blumen, die hier jedes Jahr blühen und nur diese Blumen und keine anderen. Sie wachsen hier in Harmonie, gerade hier, weil sie hierher gehören. Sie erinnern mich an Liebe zweier Seelen, die zueinander gefunden haben.

 

 

Letztes Jahr um diese Zeit schien die Sonne und die Blumen lächelten auf die ganze Welt. Schaut doch die Schönheit und Zärtlichkeit an!!! Irgendwann scheint die Sonne doch noch…

 

 

Auf dem Heimweg treffe ich den introvertierten Herr Schnecke. Er ist zu seinem langen Abenteuer durch seinen Tag aufgebrochen. Welche Hindernisse erwarten ihn? Wer weiss, aber vielleicht hilft ihm eine gute Hand über diese Umwege.

 

 

Meine Suche nach der Antworten ist zu Ende. Es ist Zeit, zurück in die Zivilisation zu fahren. Ich halte im Restaurant Zollhaus an und denke über die Schönheit im Berg voller Märchen nach. Und mein zynisches Ich flüstert: Die Schönheit kann auch giftig sein. Das stimmt, darüber hat mich die weibliche Welt überzeugt.

Die heutige Frage lautet:

Habt ihr mal darüber nachgedacht, dass unseres Leben so ist wie die Weise im Berg voller Märchen? Dass wir blühen und strahlen wie die wunderbaren Blumen? Kennt ihr die Scheisse im Weg, das Unwetter, die Hindernisse, den Schnee? Und trotzdem gehen wir weiter, strahlen in die Welt?

Der heutiger Tag und nicht nur der ist gewidmet dem Frühling – etwas Neues fängt an…

Alle Leute, die im Frühling Geburtstag haben – ich wünsche euch alles Gute…

Der Tag ist gewidmet allen tapferen Menschen, die so stark sind, wie die Blumen – sie kämpfen weiter…den Optimisten – vielleicht seid ihr die gute Hand, die in schwierigen Momenten hilft. Aber auch die Stachel – sie zeigen uns der Weg, wo wir nicht laufen sollen, um nicht viel Zeit zu verlieren. Und was die Scheisse auf der Weide? Mal Hand aufs Herz: Wer ist schon nicht in Scheisse gestanden? Falls ja, dann habt ihr gekämpft und geht jetzt stärker und schlauer durch das Leben weiter.

…DENN IHR MACHT DIE WELT BESONDERS…INDEM IHR EINFACH DA SEID…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es ist Zeit, dem Berg auf Wiedersehen zu sagen

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