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Die Zeit der Ostern kommt und ich habe mich entschlossen nach kurzer Planung für paar Tage zu verreisen. Da ich auf sicher gehen wollte, habe ich das nahe Ausland ausgewählt und mich für die Côte d‘Azur entschieden.

 

 

Ich habe einige Monate in meinen jungen Jahren hier verbracht und die französische Sprache gebüffelt. Die Organisation ging ganz einfach – ich habe über Airbnb gebucht, was sofort klappte und da ich die männliche Gesellschaft geniessen werde, sind mir viele Unannehmlichkeiten weggefallen. Der Weg führt über Grand St. Bernard und nach sechs Stunden Fahrt mit kleiner Pause landen wir im sonnigen Frankreich, in Stadt Menton.

 

 

Als erstes steigen wir aus und für paar Minuten geniessen wir die Aussicht auf Meer, hier an der Grenze Frankreich und Italien. Die Stadt ist bekannt durch sehr mildes Klima im Winter, sein jährliches Fête de Citron – Zitronenfest, das seit 1930 gefeiert wird. Danach übernehmen wir unseres Zimmer im historischen Zentrum von Menton und nach kurzer Pause legen wir los. Wir logieren direkt in der Nähe von Basilika St. Michael Archangel.

 

 

Ich staune immer über die schmale Gässchen und wie früher die Gesellschaft gelebt hat. Hier kann von moderner Technik keine Rede sein, für ältere Menschen ist es sicher schwierig.

 

 

Von Basilika aus sieht man direkt den Strand Sablettes, den Hafen in der Nähe vom Museum Jean Cocteau.

 

 

Nach der gemütlichen Spaziergang kommt die Belohnung – zu Sonne und Strand gehört Glace – aus Gelateria mit italienischen Akzent.

 

 

Wir wollen Menton entlang der Promenade bewundern, dazwischen legen wir Aperostop und anschliessend endet unser erster Abend mit feinem Salat und Spaghetti Carbonara. 

 

 

Jetzt müssen wir zurückkehren und der Mantel der Dunkelheit verhüllt soeben auch die Französische Riviera. Noch mal Treppen hinauf, die Basilika sieht noch geheimnisvoller aus.

 

 

Der Samstag ist da und auf der Liste steht weltweit bekannte Pracht – Monaco. Die Côte d‘Azur ist ganz einfach mit dem Zug zu entdecken, sogar die Preise weichen nicht so aus wie vor Jahren. Eins ist aber geblieben – Chaos an den Kassen und das Kleingeld ist immer Gold wert.

 

 

In Monaco angekommen, kann man sich ganz einfach orientieren, aber bevor wir die Stadt und Staat in einem in Angriff nehmen, noch schnell Espresso und Cappuccino mittendrin im Markt. Der Preis? Fünf Euro für beides.

 

 

Gestärkt und Treppen hinauf landen wir auf der Aussichtsterrasse des Palastes. Der so weltbekannte Blick halte ich mit Fotos fest – der Hafen Port de Monaco mit prunkvollen Yachten, eine Menge Touristen, die Wache vor Palast.

 


Auf der anderer Seite sieht man den Hafen Port de Fontvieille, das Reichtum macht sich auch hier bemerkbar.

 

 

Der Frühling hier in Monaco ist definitiv angekommen – durch den Garten Jardins de Saint-Martin geht es weiter, die Natur blüht. Der Pfad führt uns direkt zu meinen grossen Liebe – La musée d’océanographie de Monaco.

 

 

Das Museum wurde am 29. März 1910 eingeweiht. Ich könnte hier Stunden verbringen! Beim Eintritt von 18€ lebe ich mich fotografisch aus – man kann die Meeresbewohner aus Mittelmeer und tropischen Ozeanen bewundern. Die Gestaltung ist wie immer faszinierend!

 

 

Die erste Etage ist hinten uns – auf der Dachterrasse in 85 Meter noch kleiner Imbiss und es kann weiter gehen!

 

 

Noch kleiner Halt auf der Terrasse. Hier sonnen sich die Schildkröten, ein Geschenk aus Reisen des Fürsten.

 

 

Die Ausstellung setzt sich ebenfalls mit heutigen Problemen aus. Dass Meere verschmutzt sich, weiss mittlerweile jeder, wie heftig die Verschmutzung ist und vor allem mit welchen Konsequenzen, das ahnt wahrscheinlich niemand. Im Aussengelände kann man noch mal die Schildkröten bewundern. Die Schildkröte hinter Glas, die moderne Technik und die junge Generation. Ob es jemals gut sein wird?

 

 

Die moderne Technologie meldet sich zu Wort und kurzer Ausflug in die Geschichte – das Museum ist im Obhut der monegassischen Fürsten. Selbst Prinz Albert ist ein engagierter Naturschützer und widmet viel Aufwand dieser Aufgabe.

 

 

Unser kleiner Abstecher neigt sich zu Ende – durch die Gässchen und viele Touristen kommt die Lust auf Kaffee und somit Starbucks. Obwohl es gar nicht danach aussieht, im Hintergrund trommelt’s – die Vorbereitungen für die Formel 1 sind im voller Gang. Wir passieren Revue über das Vergangene, noch mal ruhiger Bahnhof Monte Carlo und landen schliesslich in Menton.

 

 

Vom Bahnhof zur Wohnung locken viele Terrassen und Zeit zum Apero ist wieder da! Dazu was knabbern und durch die alte Gässchen noch Souvenirs shoppen. Es fängt an zu dämmern – der Magen knurrt. Es wird ja auswärts gekocht – diesmal auf grossen Terrasse in der Stadt. Nach dem Cocktail folgt Salat mit Olivenöl und Hamburger.

 

 

Der Abend lässt sich noch weiter wunderbar geniessen. Die Stadt lebt sich richtig aus – und die traditionellen Crêpes schmecken auch köstlich!

 

 

Der Sonntag ist da, die Zeit vergeht wie im Flug! Obligatorisches Anstehen an der Kasse, erster Zug verfehlt – macht nix, jede halbe Stunde fährt der nächste.

 

 

Heute steht auf dem Programm die nächste Perle – die Stadt Nizza – die Hauptstadt der Region Alpes-Maritimes. Wie auch immer sehr viel Besucher aus ( vielleicht ) aller Ecken der Welt.

 

 

Es geht direkt zu Promenade des Anglais – mehrere Kilometer langen Wahrzeichen der Stadt. Die Küste Südfrankreichs ist steinig. Die Menschen lassen sich aber nicht abhalten und geniessen die Sonne. Wir setzen auch kurz hin, das Meer planscht, der Wind streichelt meine Haare. Wir besuchen den Markt Cours Saleya und Marche aux Fleurs – den Blumenmarkt. Es ist viel los.

 

 

Frankreich lebt nach sehr langer Zeit seine Freiheit, denn wie ich erfahren habe, waren die Regeln im Lockdown streng. So gönnen wir uns in der Menschenmenge und verschiedenen Sprachen ein Apero aus Aperol und Cocktail ohne Alkohol mit sehr leckeren Bruschetta.

 

 

Die Sonne sticht schon richtig ins Gesicht, wir brechen wieder auf. Es geht der Promenade entlang, die Aussicht ist grandios. Im alten Hafen von Nizza staunen wir nicht schlecht über die grossen Yachten. Am Strand wagen sich einige schon zu baden.

 

 

Wir besuchen die neue Attraktion – die im 2017 der Öffentlichkeit gratis zugängliche Hölle – Grotte du Lazaret. Anhand von moderner Projektion dürfen wir die Geschichte der Entstehung verfolgen. Sie wurde im Jahr 1826 entdeckt, die ersten Ausgrabungen fanden 1842 statt. Im Laufe der Geschichte wurden verschiedene Arbeiten ausgeführt.

 

 

Sie bietet wahre Schätze – in vielen Jahren wurde sie bewohnt von Hirschen, Bisons, Pferden, Wölfen, Füchsen, Luchsen und vor allem Neandertalern, die hier in der Jagdzeit hausierten.

 

 

Unser Ausflug geht weiter und wir erreichen Villefranche sur Mer, eine malerische Stadt. Unsere 11 Kilometer werden natürlich mit Dessert belohnt – es schmeckt einfach himmlisch. Der Zug bringt uns zurück und wir werden unseren letzten Abend an Côte d‘Azur verbringen.

 

 

Es geht nochmal stilvoll mit dem Aperitif los, leckerem Pouletsalat und Plaudern über die wunderbare drei Tage.

 

 

Der Montag ist da, wir checken aus, als Danke für die einfache und preiswerte Übernachtung gibt es für die Gastgeber Stück Schweizer Schokolade. Noch schnell französische Croissants mit Kaffee und italienischen Akzent zum Morgenessen und die Strasse führt uns wieder nach Hause. Kaum zu glauben, was man alles in so kurzer Zeit erleben darf. Na dann, bis zum nächsten Mal! Schön, dass Sie mich lesen, bis bald!

 

 

 

 

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