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Auf meinen Reisen durch den Alltag auf dem Nordinsel von Neuseeland besuche ich viele touristische Orte, ich fahre aber auch zu Orten, die von touristischen Rummel fern bleiben.

 

 

Eine kleine Bucht bei Rawene, die ich mit dem Boot erreiche, dann weiter durch wunderbare Landschaft bis zu Opononi, alleine am Strand, gemütlicher Picknick mit Aussicht auf Dünen. Hier verbringe ich ganz ruhige Nacht. Vollgetankt fahre ich in North Head in Pouto.

 

 

Auf einmal wieder eine Landstrasse und auch die Natur ändert sich, hier wächst der Nadelwald. Staub und Trockenheit, hohes Brandgefahr und Warntafeln, ein Zeichen über diesjährigen heissen Sommer. Auf einmal beobachte ich buntes Geschehen und Poloreiter. Ein Poloturnier steht für das Wochenende auf dem Programm irgendwo in nirgendwo auf einer Wiese beim Wald. Und schon wieder fasziniert mich die simple Art von Neuseeländern: wie du bettest, so schläfst du. Ich fahre weiter und nach 70 km auf North Head geht auch für mich der Weg hier zu Ende. Nur kleine Kirche, ein paar Briefkasten, kleine Schule und unzählige glückliche Kühe sind ein Beweis der menschlichen Existenz irgendwo am Ende der Welt.

 

 

Ich fahre zurück nach Dargaville zu Baylys Beach, wo ich übernachte. Es ist Freitag und schon wie selbstverständlich um 03:00 schlägt ein besoffener Surfer auf mein Auto. Am morgen früh will ich noch kleinen Spaziergang am Strand unternehmen. Es ist schon einiges los. Einer Fischerin ist ein prachtvoller Roche in Netz gegangen und es geht fast eine Stunde lang bis sie ihn mit Hilfe von ihren Mann wieder ins Meer schafft. Die Show geht aber weiter – ein junger Māori bleibt mit seinem Auto im Sand hängen. Sein Kollege eilt zur Hilfe und es vergehen fast zwei Stunden bis er raus ist. Und wieder die simple Art von Neuseeländern: Frauentracht für das Wochenende am Strand = rosa Pyjama. Wo der Teufel nicht kann, schickt er rosa Pyjama.

 

 

Mit Lachen auf den Lippen fahre ich weiter zu South Head. Nach 40 km geht auch hier der Weg zu Ende. Bei Rückfahrt fällt mir ein kleiner Parkplatz auf. Rote touristische Wegweiser, ich kann nicht widerstehen und schon packe ich meine Kamera und Wanderschuhe und denke: auf gut Glück. Von mir öffnet sich wunderbare Landschaft mit Aussicht auf Meer, wo ich vorbei laufe. Eine feine Brise in Haaren macht das Wandern angenehmer. Eine kleine Schafherde begleitet mich ein Stück weiter und ergänzt die gesamte Kulisse zwischen realer Welt der Schaffen und der auf dem Himmel irgendwo in fast jungfraulicher Landschaft von Neuseeland. Aus einer spontanen Idee ist eine wunderbare Erfahrung geworden. Und ich fahre weiter zu nächsten Abenteuern. Aber darüber wieder nächstes Mal.

 

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