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Wieder herrscht schlechtes Wetter, das ich zur Arbeit am Blog nutze. Meine Intuition rät mir, meine Reisepläne zu ändern und in die andere Richtung einzuschlagen. Ich fahre zu Coromandel Peninsula, wo ich nur eine kurzen Trip plane. Was daraus geworden ist, könnt ihr jetzt lesen.
Nach der Städtchen Thames besuche ich das Butterfly House, einen Garten mit Schmetterlingen. Da Schmetterli‘s ziemlich herumflattern, braucht das Fotografieren viel Geduld und dazu gesellt sich Herr Papagei Grün. Noch andere zwei Frauen sind am fotografieren und bald komme ich mir wie in Bachelor vor: wer mehr jagt, bekommt die Rose. Ich will keine Rose und gebe auf.

 

 

Meine Intuition rät: fahre noch weiter bis zu Stadt Coromandel. Zu meinem Glück ( schon das zweites Mal ) ist hier die Tankstelle, denn in Thames hab ich wieder alles unterschätzt. Und die Intuition sagt, fahre weiter. Was in GPS 35 km zu Jackson Port heisst, ist in Wirklichkeit 3,5 Stunden langer Weg. Ein Feldweg, glückliche Kühe, eine Wetterbesserung und ein bisschen andere Regeln im Strassenverkehr. Erst gegen Abend komme ich in Jackson Port an und besuche nach langer Zeit ein Camp – diesmal DOC Campground. Departement Of Conservation, das sich landesweit um den Naturschutz kümmert. Für 13 NZ $ für Pers/Nacht wartet auf mich hier in Irgendwo im Nirgendwo absoluter Luxus: Aussicht auf Meer, kalte Dusche, saubere Toiletten und Wasserkanne. Es ist wunderbar und gleichzeitig: wie wenig braucht man zum Glück.

 

 

Die Umgebung lädt zum Wandern ein. Zufriedene Ochsen, wunderbare Aussicht bis zu meinem Auto. Auf einmal plantschen im Wasser. Ich denke zuerst an Delphine, aber weisse Flecken am Körper sind klares Zeichen: zwei kleinen Orkas am schnorcheln. Ich kann nicht widerstehen und bleibe im Camp drei Nächte lang.

 

 

Und langsam werde ich zum Teil der Gesellschaft: freundliches Winken, die Neugier der Neuseeländer lässt sie nicht in Ruhe und man kann nicht gerade übersehen, dass ich von der Ecke komme: von wo kommen Sie her? Ferien? Wie lange? Ich finde es herzig und so kann ich auch mein englisch bisschen abstauben. Ich quatsche mit dem Dave, einem 60-jährigen Rentner, der mit seinem einfachen Kamper durch sein Land fährt und hier freiwillig hilft für ein halbes Jahr. Wie er selber sagt: morgen stehe ich auf und dann werde ich sehen. Was fehlt ihm eigentlich? Ich muss ihm Recht geben, denn ich arbeite gerade in der Küche mit der Aussicht auf Pazifik und schreibe meinen Blog. Aber auch der Big Boss von Camp, Fred, arbeitet: mit dem Lkw fährt er Schutt in den benachbarten Camp am Fletscher Bay.

 

 

Es ist Zeit, weiter aufzubrechen. Der Tagesziel heisst, mit der Fähre die Cook Beach zu erreichen. Wie sich leider vor Ort herausgestellt hat, ist das nur ein kleines Boot, das die Touristen zum anderen Ufer bringt. Es ist bereits schon sehr spät, ich befinde mich in der Schikimiki Stadt Whitianga und so beschliesse ich, neben anderen Camper zu parkieren. Mein Auto ist nicht mit der Toilette ausgestattet und der Ranger schliesst die Toiletten um 21:00 wegen Vandalen und um 07:00 wird er sie wieder aufmachen. Da jemand in der Nacht wahrscheinlich sehr schlecht schlaffen kann, um 06:45 das Klopfen auf mein Auto, ein Ranger mit einem Busszettel von 200 NZ $. Jemand hat mich angezeigt. Ich sage die Wahrheit, was mir widerfahren ist, aber keine Gnade. Noch kleine Frage: und wo gehen die Vandalen Pipi machen? zaubert nur ein kleines Lächeln auf seinen Lippen. Eine Sache steht fest: sogar die Königin Elisabeth II. ist über diese Logik um 50 Jahre älter geworden. Ich fahre weiter und langsam hab ich ein weiteres Thema für meine Reportagen über gewisse Absurdität. Aber drüber wieder nächstes Mal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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