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Mein letzter Ziel auf diese Strecke auf dem Nordinsel von Neuseeland beginnt mit kurzem Halt in Städtchen Masterton. Der grosse Vorteil in Neuseeland ist, dass man fast überall gratis parkieren darf, die Orte sind klein und alles ganz beisammen. Meine Aufmerksamkeit zieht es in Museum of Art and History, wo ich eine wunderbare Ausstellung von Elisabeth Thompson – Cellular Memory. Eine Symphonie der bunten Farben und verschiedenen Materialien. Ich bewundere diese Kunst.

 

 

Es ist Zeit zum Mittagessen und ich lande in Bäckerei. Wie ich von der Ehrungen an der Wand lesen kann, handelt sich hier um eine Bäckerei, die seit Jahren landesweit eine der besten ist. Ich muss zugeben: der Angebot und Qualität stimmt, eine grosse Menge an Kundschaft, Personal hat volle Hände zu tun. Und ein weiter einfacher Trick der Neuseeländern: Das Wasser ist parat und jeder kann sich beliebig bedienen. Würdet ihr euren Arsch hinaufheben, um sich das Wasser zu holen?

 

 

Gut gelaunt besuche ich das Museum Schaf. Alles rundum Arbeit mit den Schafen, Zucht, Wolle. Und selbstverständlich der grösste Stolz der Schäfers: Meisterschaft in Scherren der Schafen. David Fagan, der mehrfache Champion und Star. Diese Meisterschaft findet hier in März in Masterton statt und im Video kann man sehen, was alles dabei geschieht. Perfekt, sauber geschorene Schafe. Wie lange braucht der Meister für eine Schafe? 40 Sekunden. Na halt, wer kann, der kann. Selbstverständlich kann man das Museum nicht ohne Socken aus Schafwolle verlassen. Damit die Füssen warm haben.

 

 

Mein letztes Ziel wartet auf mich. Palliser Lighthouse. Wie ihr schon ahnt, wartet auf mich wunderbare Landschaft geprägt durch starken Wind. Zu späteren Nachmittag treffe ich dort ein und siehe da: die Seelöwen. Mein zynisches Ich versteht die Sprache der Tiere und ich höre nur: Wer ist gekommen? Ausländerin. Ham ham? Nein, fotografieren. Das’n nix, schlaf weiter. Die Tierwelt hat einfache klare Regel. Entweder habt ihr Essen oder seid ihr zum Essen. Oder Tourist. Mein Neugier schafft noch 252 Treppen auf 78 m.ü.m. Die dunklen Wolken verleihen dem Ort magische Kraft. Am 27.10.1897 sendete dieser 18 Meter hohe Leuchtturm sein Licht zum ersten Mal und man kann ihn sehen jede 20 Sekunden auf 48 Kilometer.

 

 

Langsam wird es spät und es ist Zeit, sich eine Bleibe zu suchen. Die Einheimischen vom kleinem, nahe liegendem Dorf Ngawi mit paar Häusern erlauben der Reisenden hier zu kempen. Eine nette Geste, denn in die Zivilisation ist das ein weiter Stück. Ein wunderbarer Sonnenuntergang und Zeit, schlaffen zu gehen. Die Einheimischen bitten um einen kleinen Beitrag, ich zahle gerne. Denn wie ich erfahre, ist hier Wasser sehr wertvoll. Einfacher Satz: „Kein Regen, kein Wasser“ sagt alles.

 

 

Der morgen beginnt mit viel Sonnenlicht  und ich kann nicht widerstehen und besuche noch mal Palliser Lighthouse. Und wieder eine andere Kulisse. Der Wind ist so stark, dass ich die Türe nicht mal aufmachen kann.

 

 

Hier endet meine Reise an der Ostküste. Von mir liegt jetzt Urban Life und die Hauptstadt von Neuseeland, Wellington. Bis nächstes Mal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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