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Die Zeit der Weihnachten ist da, das Ende des Jahres naht. Ich freue mich, ich werde mich erholen. Mein kleines zynisches Ich freut sich ja auch, mal bisschen naschen und die tschechischen Märchen guggen. Worüber sind eigentlich die Weihnachten? Geschenke? Essen? Beisammensein? Das alles und vielleicht noch viel mehr.

 

 

So wie letztes Jahr um diese Zeit hat ein starkes Sturm durch die Schweiz gefegt. Das Wetter hat uns anfangs Dezember grosse Hoffnungen auf schneereichen Winter gemacht und jetzt ist wieder alles ins Wasser gefallen.

 

 

Der Schäfer Jens ist durch unsere Gegend mit seiner Schafherde gelaufen. Der Boden ist durch das warme Wetter wieder aufgetaucht, er ist weich, Jens kann nicht lange verbleiben. Dieses Mal hat er bei sich vier Hunde, die Esel und viele junge Lämmer. Ich kaufe schnell was ein, gehe ihn begrüssen und plaudern über dies und das.

 

 

So wie immer ruft mich mein Beruf. Die Anhänger sind bis zum Dach voll – zwei Artikel führen ganz klar – das Essen und die Elektronik, gefolgt von Möbel. Das Jahr neigt sich zu Ende, das Feiern, die Firmenabende, Feste, Aperos. Ich geniesse diese Zeit.

 

 

Schon am dritten Advent ist klar – die Weihnachten verbringe ich nicht auf der Piste. Es tut mir sehr leid, mein kleines, zynisches Ich ist auch enttäuscht. Ich schmücke den Weihnachtsbaum – plastischen mit viel Schnee. Die echte Tannen lasse ich im Wald, wo sie hingehören und der Kunstschnee ist Ersatz für den, was draussen fehlt.

 

 

Der Heilige Abend ist da. Ich springe am Morgen in der Arbeit ein, Tonnen Ware wollen geladen werden. Es geht tadellos, gute Laune herrscht. In der Hauptrolle wie immer die Männerwelt – aber was wäre die Welt ohne Männer?

 

 

Es ist Zeit, nach Hause zu fahren. Wie traditionell jedes Jahr gibt es viele Geschenke unter dem Weihnachtsbaum – viele und trotzdem keine, denn ich besitze alles, was ich zum Leben brauche. Ich kaufe auch keine, aber verbringe sehr wertvolle Zeit mit meinen Mitmenschen.

 

 

Unser Heimatort Elswil kleidet sich in dunklen Mantel der Nacht. Die geschmückten Fenster verleihen eine zauberhafte Atmosphäre, ich zünde die blaue Kerze an. Die blaue Farbe ist die Farbe des Erfolges und hat mich das Jahr stark geprägt. Die Zufriedenheit und Frieden schleichen sich ein. Ich und mein kleines, zynisches Ich wünschen euch von ganzen Herzen frohe, erholsame Festtage.

 

…DENN IHR MACHT DIE WELT SCHÖNER, INDEM IHR EINFACH DA SEID…

 

 

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