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01:15, der Wecker läutet. Zeit, um aufzustehen und sich für die Arbeit vorzubereiten. Dunkle, stille, kalte Nacht, Zeit der Mützen und Handschuhen. Niemand unterwegs. Nur die Füchse auf der Suche nach Nahrung. Ich fahre am   Kamion mit frischer Ware vorbei, der unterwegs ist, damit ihr am morgen einkaufen könnt. Auf mich wartet im Depot Tafers mein Kamion, der Otti Postler. Letzte drei Wochen fahre ich für die Schweizerische Post. Es ist meine Herzangelegenheit, ich helfe in Diensten des modernen Weihnachsmannes.

 

 

Die Verteilungszentrale für die Gemeinden Tafers, St. Antoni, Heitenried, St. Ursen, St. Silvester, Alterswil, Giffers, Tentlingen und Rechthalten befindet sich gerade neben unserem Depot in Tafers. Es ist 02.30 in der Nacht. Ich werde leere RX laden und zur in 16 km entfernten kantonalen Post bringen.

 

 

03:15, ich fahre an die Rampe der Post in Givisiez. Bin alleine, aber das täuscht. Die Nachtschicht ist in voller Gange. In regelmässigen Intervallen kommen weitere Kamionen an. Die ganz grossen, die die Pakete von Verteilungszentren bringen. Mein Otti kann 12 Pakettrollis laden, die doppelstockigen Kamione das dreifache. Es wird weiter verteilt – von Hand. Die Frauen kümmern sich um die Presse, Männer um die Pakete und die Zustellung zu Rampen für uns Chauffeure. Ich lade die erste Fuhr: Pakete, Geschenke, grossen Versand von Onlineshop mit Essen über Elektronik bis zur Utensilien für Tierärzte. Heutzutage wird fast alles möglich geliefert. In 45 Minuten ist alles erledigt, ich fahre wieder nach Tafers.

 

 

Hier wird alles abgeladen und ich lade kleine SB und fahre zurück in Givisiez, wo auf mich die Post A und B wartet, die Zeitungen, Briefe, Postkarten und vieles mehr.

 

 

Alle zum Starten parat, warten wir noch auf letzte Lieferungen. Wir fahren pünktlich und in der Zeit der Weihnachten um Weltrekorde.

 

 

Um 06.00 warten auf mich schon die Postboten. Für sie fängt der Tag an und sie werden alles wieder verteilen – von Hand. Alles hat sein Platz, jede Strasschen, jedes Häuschen…Und dann wieder laden in Autos und Scooter damit sie endlich zu euch liefern können. Wie ein Mauseklick im Internet die ganze Welt in Bewegung setzt.

Nach vier Stunden geht für mich die Arbeit zu Ende und fahre dann weiter.

Wenn ich fertig habe und fahre nach Hause sind alle Boten unterwegs. Es ist Mittag, die Hälfte des Tages ist vorbei, es ist Zeit, um sich zu erholen und die Kräfte für nächsten morgen tanken. Ich freue mich schon jetzt.

Die Frage lautet:

Glaubt ihr an Weihnachstmann? Ich schon, ganzjährlich und seit immer…

Wie lange dauert das und wie viele Leute arbeiten dafür bis unsere Sendungen ankommen?

Seit ihr dankbar, wenn ihr alles gemütlich nach Hause bekommt?

Der heutige Tag und nicht nur der heutige ist gewidmet mit Respekt tief in meinem Herzen allen den Assistenten des Weihnachsmannes, den Lieferanten, Helfern…

 

…IHR MACHT DIE WELT BESONDERS…INDEM IHR EINFACH DA  SEID…

 

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