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Heute ist Sonntag, ein regnerischer Tag begleitet uns. Mein zynisches Ich langweilt sich und fragt mich, ob wir mal im Archiv nach Erinnerungen suchen und uns bisschen Sonne gönnen könnten? Ja klar, das ist eine gute Idee. Na dann, lehnt euch gemütlich zurück, eine Trilogie Vereinige Arabische Emirate kann beginnen.

 

 

Der September in Europa geht zu Ende, aber aus dem Gespräch mit meiner Kollegin Andrea entstand ein guter Gedanke – wir könnten uns ja den Sommer verlängern und die berühmten Emirate besuchen.

 

 

Gesagt, getan, Andrea hatte immer das Geschick, die Reiseschnäppchen aufzusuchen. So landen wir in Abu Dhabi und im Fünf-Sternen Hotel The St. Regis Saadiyat Island Resort. Wunderbare und freundliche Kulisse mit Aussicht auf Persischen Golf erwartet uns. Der Strand hat uns sofort gelockt, ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht verstanden, warum hier vormittags keine Leute sind, wenn es doch so schön ist. Das habe ich aber bald begriffen, denn um diese Zeit ist das Wasser schon so warm und die Hitze unerträglich.

 

 

Das haben wir aber gut am Pool kompensieren können, die Bedienung freundlich, das Wasser sehr erfrischend.

 

 

Wie es in Hotels so geht, werden für die Gäste verschiedene Attraktionen vorbereitet. Da es aber nach der Hauptsaison war, war die Auswahl ziemlich beschränkt. Es kam, wie es kommen sollte, wir buchten eine Fahrt in den Dünnen in der Landschaft rundum Abu Dhabi.

 

 

Ich habe mich gefreut, weil ich noch nie in richtigen Wüste war. Wir fahren in Equipen hintereinander.

 

 

Es kam kurze Pause, um die Bauer und die Tiere, die hier in diesen Bedingungen überhaupt leben können, zu bewundern. Die Autos werden kontrolliert, vor allem der Druck in Pneu, damit wir in den Dünnen nicht stecken bleiben.

 

 

Der Abend kommt langsam, wir werden in einem Lager erwartet. Ich kann wieder nicht widerstehen und eile eine Dünne hinauf, was nicht gerade so einfach ist, der Sand macht mir bisschen Strich durch die Rechnung. Aber die Sonne, die unaufhaltsam zum Horizont eilt, lässt mich nicht in Ruhe. Die Strahlen schaffen eine Atmosphäre, dass mir auf einmal die Welt rosarot vorkommt.

 

 

Seit Milliarden Jahren die gleiche Szenerie – die Sonne ist verschwunden und auf der anderer Seite der Welt fängt der Morgen an. Das Camp hüllt sich in einem Schleier der Nacht und auf uns wartet bunter Programm – in sehr leckeres Abendessen, die Probe der typischen Kleider für Emirate, was die Männer tragen und wie sich die Frauen kleiden. Dazu kommt noch der Bauchtanz, die Tänzerin ist sehr professionell. Ein wunderbarer Tag in Emiraten ist vorbei.

 

 

Die Wüste lässt mich nicht schlafen. ich will nächsten Tag wieder noch mal die Fahrt in Dünnen buchen. Ich muss aber warten, dass sich noch zwei Gäste anmelden, sonst wird der Ausflug nicht durchgeführt. Ich habe Glück, ein Paar aus Australien kommt mit. Wir verlassen die Stadt und dank des Könnens der Fahrers rasant durch die Dünnen pilotiert. Ich finde es lustig, wie die Autos durch den Sand rasen und ich denke, das unsere Chauffeurenwelten nicht mehr unterschiedlich sein können. Der Mann aus Australien findet das wahrscheinlich gar nicht lustig, ihm wird schlecht und so setzen wir das Ehepaar im Camp ab und ich darf nach meiner Wunsch durch die Wüste gefahren werden.

 

 

Genau wie im besten Film – gefahren irgendwo im Nirgendwo. Die Sonne ist so heiss, der Himmel ohne Wolken, der Wind hat feine Streifen im Sand gebildet. Ich bin begeistert, springe ohne Schuhe in den Sand und genau so schnell wieder ins Auto, um meine Schlappen anzuziehen.

 

 

Die Könige der Wüste – die Kamels sind anwesend, es ist nichts, rein gar nichts da und trotzdem scheinen die zufrieden zu sein. Ich kann ganz nah dran kommen, ich mache ein Foto, so einfach und vertraut und fotografiere. Ich entferne mich langsam und wir fahren weiter. Für manche Tiere geht ihr Leben hier zu Ende, die Natur erledigt ihr Kreislauf bis auf die Knochen.

 

 

Ich fotografiere und werde sogar bei meiner Arbeit fotografiert. Die Farbe der Wüste und die Belichtung lassen mich jedes Mal anders erscheinen. Damit sind meine Ausflüge in die Schönheit der Natur vorbei.

 


Was man aber noch alles in Abu Dhabi anstellen kann? Selbstverständlich Shopping, das muss man einfach einmal schon gesehen haben. Ich muss zugeben, die Sommerkleider sind für Frauen sehr elegant und die werde ich noch gut in der Schweiz gelten lassen. Wir geniessen mit Andrea wunderbare Abende im Hotel, das Essen und Service war ausgezeichnet, mit dem Strand haben wir auch Frieden geschlossen. Die Ferien sind vorbei und wir fliegen zurück in die Schweiz, wo der Herbst in voller Gange ist.

 

 

Falls man in Emiraten als Tourist reist, ist man gut aufgehoben, denn sie gelten als das liberalste, muslimische Land, die Kleidungsordnung ist nicht streng. Ich denke noch lange an diesen Urlaub und weiss schon am Flughafen, dass ich wiederkomme. Aber auf eine ganz andere Art und Weise. Wie schnell das gehen kann, darüber wieder nächstes Mal. Bis dann…

 

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