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Paris…Stadt der Liebe. Eine der meist besuchten Städte der Welt. Eiffelturm, Museum Louvre, Mona Lisa’s Smile. François Mitterand. Tour de France. Das alles und noch mehr kommt einem ins Sinn, wenn man über Frankreich spricht. In dieser Reportage aus meinem Fotoarchiv verreisen wir ins Jahr 2014.

 

 

Damals habe ich bei meinem Kater gelebt. Palinek und mein zynisches Ich haben perfekt zusammen gepasst. Mein zynisches Ich meldet schon zu Hause, dass wir Lisa besuchen fahren. Palinek interessiert es nicht, mein zynisches Ich berichtet weiter. Ach komm, du weiss ja welche Lisa! Nö, aber habt ihr schon gepackt? Ja Chef! Und wir lassen uns von TGV Zug nach Paris bringen.

 

 

Im Hotel nähe Stadtzentrum installiert, lege ich los. Ich bin sofort von der Gastfreundlichkeit bezaubert, die mich auf der Strasse erwartet. Wie zu Hause – so gewohnt, egal, was passiert, schön relaxen und die Sachen super rangiert.

 

 

Das Aprilwetter macht mit, es ist angenehm und warm. Schon am Morgen belagern Massen von Touristen die Sehenswürdigkeiten. Ich erhole mich lieber im Park, die Menschenmenge ist enorm. Es hat noch so viel zu bewundern!

 

 

Da ich die Historie sehr mag, bummle ich ins Museum Louvre. Schon von Aussen anziehend, tauche ich in eine andere Welt ein. Das Museum ist riesig und es wird ein langer Spaziergang werden.

 

 

Nach einigen Minuten kommt das Lächeln, die die ganze Welt kennt. Mona Lisa. Ich lasse mich von den Menge treiben und wie sich sehr schnell herausstellt, war es keine schlaue Idee gewesen. Vorne steht man und fotografiert, hinter drängt die Masse zu. Ich bin richtig eingeklemmt und es kommt mir fast schwindelig. Zu meinem grossen Glück lösen die Wachleute vorne die Barriere. Ich kann aufatmen und abseits mich der Fotografie auf meine Art und Weise widmen.

 

 

Meine Kenntnisse der französischen Sprache erlauben mir die Konversation. Mein zynisches Ich geht schon auf die Jagd. Wir quatschen mit den Bodyguards. Sie kümmern sich um die Sicherheit der Schönheit. Obwohl Schönheit relativ ist. Ob Mona Lisa in heutiger Gesellschaft überhaupt überleben würde, ohne gemobbt zu werden? Ihre Molligkeit, ihr Augenbrauen, ihr Kleid. Ihr echter Name – La Gioconda ist das Werk der italienischen Malers Leonardo da Vinci aus 16. Jahrhundert. Seit 18. Jahrhundert ist das Bild hier ausgestellt. Im Jahr 1911 wurde es gestohlen, in 60. Jahren es mit Säure übergossen und mit Steinen beschädigt worden. Seitdem wird das Bild hinter Panzerglas ausgestellt.

 

 

Umso anziehender ist das Bild. Verschiedene Kulturen verschiedenes Alters bewundern das Werk. Die Fotoapparaten, Kameras, Handy’s…Jeder will das Bild der Berühmtheit haben. Ich geniesse die Kulisse, ich finde sie imposant. Was ein Bild auslösen kann.

 

 

Mein Besuch in Louvre geht weiter. Das Museum ist sehr schön eingerichtet und bietet viele Expositionen. Manchmal sogar solche, wo man sich fragt, was genau an ihnen so stillvoll war, um sie an die Wand zu hängen. Nach mehr als halbem Tag geht meine Exkurs in die Geschichte zu Ende.

 

 

Die parisische Strasse gegrüsst mich wieder. Von Louvre kann man durch den Park wunderbar spazieren. Viele Künstler zeigen ihre Tricks. Der Alltag in Paris nimmt seinen Lauf, die Städter leben ihr Leben mitten in Tourismus.

 

 

Auf der Strasse ist viel los. Junge Leute demonstrieren, sie setzen sich angekettet vor einem Geschäft und skandieren: Les Turcs sont assassins! Les Turcs sont assassins! Türken sind Mörder! Türken sind Mörder! Ich finde es erstaunlich, was die junge Leute quält, ziehe die Kamera aus dem Rucksack und noch bevor ich auf Auslöser drücken kann, kommen schon Les Bleus – die Polizei. Erst war es eine Gruppe, dann rückten noch mehrere dazu. Nach halber Stunde und paar Schaulustigen gehe ich weiter, vielleicht demonstrieren sie heute noch. Und wer weiss, vielleicht war es Beginn von Mordschlag auf die Zeitschrift Charlie Hebdo gewesen, der 9 Monate später stattfand. Die Promenade hört bei Arc de Triomphe auf – gebaut im Auftrag von Napoleon Bonaparte als Erinnerung an seinen Sieg in der Schlacht von Austerlitz. Hier endet auch die alljährige Tour de France. Da tauchen mir in Gedanken einige Namen auf. Sportler, die ich für ihre Leistung bewundert habe und wie die Welt und ich mit dann gestaunt hat.

 

 

Obwohl ich ein Liebhaber der Natur bin, bietet die Stadt auch ihre charmante Seite. Die Widerspiegelung ist immer wieder faszinierend. Ich beobachte einen jungen Mann, der gerade telefoniert. Scharf und verschwommen, man kann innerhalb einer Sekunde die gleiche Situation auf verschiedene Art fangen. Der Tag ist vorbei, ich gehe ins Bett. Der Moonliner schliesst die Türe, gute Nacht, Paris!

 

 

In Paris gibt es wirklich viel zu bestaunen. Ich gehe gemütlich durch die Strassen und lande im Naturhistorischen Museum und seinem botanischen Garten. Die Natur wacht auf, ich geniesse die herrliche Ambiente. Dann gehe ich ins Museum und bin von Anfang an bezaubert. Mit einfachem Trick – die Lichter löschen, kommen alle ausgestellten Exponate richtig zur Geltung.

 

 

Da sich das Museum nicht direkt im Zentrum befindet, gibt es zwar viele Besucher, aber es hält sich im Rahmen. Das verleiht dem Besuch noch mehr Sympathie. Die Ausstellung ist sehr interessant, viele Tierarten und ihr Lebensverlauf regen zum Nachdenken an.

 

 

Zurück auf der Strasse, gönne ich mir in Starbucks eine Erfrischung. Ich beobachte das Leben hinter der Scheibe, wo gehen die Leute hin, was machen sie, wie ist ihr Alltag?

 

 

In Paris kann man wunderbar die kleine Restaurants und Kaffee in den Strässchen geniessen. Und auch die Kehrseite der berühmten Stadt. Während ich warmes Essen auskoste, kann ich direkt von meinem Teller einen Obdachlosen fotografieren, der im Müll nach dem Essen sucht. Wie sich später herausstellt, wird er auch findig und er findet einige, noch frisch eingepackte Ware, die wegen Ablaufdatum im Abfall landet. Ich darf ihn dabei fotografieren.

 

 

Durch Paris kann man ganz einfach anhand einer App mit dem Metro reisen. Ich bin wie im Paradies, den die Menschenkulisse und die Farben in der Dunkelheit bieten so viele wunderbaren Motiven. Je später es am Abend wird, umso vereinzelt die Menschen unterwegs sind. Mein Fotoapparat macht mit und auf einmal ist fertig. Die Speicherkarte gibt ihren Geist auf und somit auch alle Motive, die ich fotografiert habe. So bleiben viele Einblicke in Paris 2014 der Welt verborgen. Das ist mir ersten Mal und gleich auch letzten Mal in meiner Fotokarriere passiert. Mein verlängertes Wochenende ist vorbei und ich fahre wieder nach Hause.

 

 

Und was ist passiert seit 2014 in Paris? Viel – Palinek ging zwei Jahre später ins Katzenhimmel. So wie er zu seiner Lebzeiten die Frauen mit seinem Charme ins Schwärmen gebracht hat, schaffte er es auch dort oben. Vielleicht habt ihr Paris auch besucht und habt jetzt eine nostalgische Weile erlebt, vielleicht sucht ihr eine Motivation für ihre zukünftige Reise. Viel Spass dabei!!!

 

 

 

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