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Meine Ferien sind endlich da, nach Tschechei darf ich nicht fahren, also packe ich meine fünf Sachen und mein zynisches Ich, miete mir einen Kemper und fahre Richtung Graubünden. Da ich die Strecke ändern muss, weil manche Pässe wegen Schnee gesperrt sind, fahre ich über Klausenpass. Die Schneeflocken fallen, der Winter auf 2000 m ist da. Ich geniesse die raue Bergwelt, einige Leute kommen vorbei.

 

 

Auf der Passhöhe auf 1948 m.ü.m gönne ich mir gerne warme Kürbissuppe. Wie ich erfahre, ist die Saison sehr gut verlaufen und geht diese Woche zu Ende. Die Strasse wurde im Jahr 1900 feierlich eingeweiht, die Reise über Pass mit fünfspännigen Kutsche dauerte anderthalb Tage. Seit 1922 kamen dann die Postautos. Das Hotel aus dem Jahr 1903 wird jeden Winter von Kriechschnee um ein paar Zentimeter in die Schräglage gedrückt und wartet nächstens auf Renovation. Im Winter ist Klausenpass geschlossen. 

 

 

Nur hier und da fährt jemand vorbei und ich staune immer wieder über die Bergwelt auf dieser Höhe. Über sieben Jahr lang ging der Bau, heute ist man schnell auf der anderen Seite. Ich geniesse die Stille und die Kälte pickt in meinen Backen.

 

 

Der Tag endet am Wallensee Raststätte, wo ich in der Nähe von Lkw‘s übernachte und fühle mich und mein zynisches Ich wie zu Hause. 

 

 

Am nächsten Morgen starte ich mit feinem Kaffee und fahre Richtung Julierpass auf 2284 m.ü.m. Der Pass ist ab 19. Jahrhundert ganzes Jahr offen und täglich überqueren ihn etwa 3000 Fahrzeuge. Der Wind streichelt meine Haare. Die Gegend ist eindrucksvoll, ich stehe im Schnee.  

 

 

Die Sonne ist noch warm und ich gönne mir auf der Passhöhe eine Tasse Tee. Ich befinde mich im grössten Nationalpark der Schweiz – Nationalpark Ela. Irgendwo verhüllt in den Wolken thront auf 3380 m.ü.m. der Berg Piz Güglia – der Piz Julier, der mit seinen steilen Granitwänden dem Pass seinen Namen verleiht. Einige Touristen fahren vorbei, ich fotografiere den Lej da las Culuonnas, den Bergsee hier am Julierpass. 

 

 

Ich fahre weiter nach Silvaplana. Die Bäume verändern langsam ihre Farbe und die schneebedeckten Gipfel vollenden das malerische Bild. Entlang der Silvaplanersee und Silsersee fahre ich bis zu Malojapass auf 1812 m.ü.m., nicht weit entfernt ist schon Italien. Ich laufe bisschen durch die Gegend und entscheide mich hier zu bleiben.

 

 

In Silvaplana verbleibe ich für zwei Nächte im Camping. Das Abendessen frisch zubereitet mit der Aussicht über den See auf die Alpen verspricht wunderschöne zwei Tage und ich freue mich auf mein Bettchen. 

 

 

Am nächsten Morgen meldet Temperaturmesser 2 Grad – im meinen Auto, denn ich habe die Heizung zu wenig aufgedreht und ab jetzt werden andere Temperaturen herrschen. Draussen wolkenlos, und ich entscheide mich für autofrei.

 

 

Am Ufer vorbei und durch Lärchenwald laufe ich den Segantiniweg – genannt nach dem Künstler Giovanni Segantini, der diesen Ort durch seine Kunstwerke sehr berühmt gemacht hat. Ein malerisches Blick und ich erreiche einen den bekanntesten High Society Orte der Schweiz – den Sankt Moritz. Ich maschiere durch die Millionärstrasse, die weltbekannte Marken, die Pelzmäntel und die fast gähnende Leere.

 

 

Die Sonne lässt mich verweilen, ich bestelle Kaffee und beobachte die Spatzen in Sankt Moritz. Mein zynisches Ich schmunzelt – es sind die mit den schönsten Federn. Ich spaziere noch rund um See, es gab viele Paare und Familien, ich gönne mir noch Tee auf den Weg. Wieder laufe ich durch den Märchenwald zurück. Im Wald habe ich mehr Eichhörnchen gesehen als Menschen. Ein gemütlicher Abend im geheizten Kemper, ein einfaches Essen und ich freue mich schon, was man der nächste Tag bringt.

 

 

Die Wettervorhersage verspricht den nächsten Morgen Schneeflocken. Ich fahre heute zu Berninapass hinauf, hier und da vereinzelte Autos und der ständige Begleiter – der Bernina Express. Ich erreiche den Berninapass auf 2235 m.ü.m., der Wind peitscht gnadenlos. Im Restaurant bei warmer Schoggi bewundere ich Foto von damals.

 

 

Wie hart und streng muss es gewesen sein. Heutzutage ist der Pass ganzes Jahr offen, wobei acht Monate schneebedeckt ist. Die Wettervorhersage ist bis Samstag schlecht, es passt, ich werde den kleinen Ort Brusio besuchen und was essen, dann fahre ich aus Neugier bis zur Grenze Campocologno und wieder zurück nach Poschiavo, wo ich Übernachtungsmöglichkeit aufsuchen muss. Ich lande im Camping Bumerang.

 

 

Der Tag fängt sehr faul an, ich entscheide mich Poschiavosee zu besuchen. Wie faul ich angefangen habe, umso zufriedener bin ich, unterwegs zu sein. Auch in den Bergen hat es wieder geschneit, hier in tieferen Lagen ist der Herbst in vollem Gang. Ich laufe dem Biotop nach, und mache etwa einen 2 Stunden wegen Rundgang rundum Lago di Poschiavo. In Miralago werde ich Mittagessen, es passt wie gegossen – ein Platz genau für mich. Zurück zum Camping fragt mich mein zynisches Ich, ob wir unter die Wasseroberfläche schauen wollen?

 

 

Eine andere Welt wartet auf mich, obwohl dort so dunkel ist, die Natur lässt durch ihre Farben heller erscheinen. Die Pflanzen tanzen im Rhytmus des Bachs, ich bin froh, dass ich meine Faulheit überwunden habe und einiges gelernt habe.

 

 

Ich ziehe weiter. Von allen Seiten kommt die Empfehlung Lago di Saoseo zu besuchen. Ich wähle den schwierigeren Pfad, umso ruhiger und natürlicher. Der See freut sich grösster Beliebtheit und ist bekannt für seine Farben. Nach zwei Stunden oben angekommen ist Nix von Farben, der See geniesst den Winter auf seine art. Mein zynische Ich lacht. Und ich auch.

 

 

Es kann mich aber nicht daran hindern, wunderbare Foto zu machen. Viele Besucher sind da, der See freut sich tatsächlich grosser Beliebtheit. Eine Gruppe befasst sich mit Dreharbeiten aus der Region, es werden Aufnahmen gemacht, Fotos, es wird diskutiert. Da bald Mittag wird, werde ich die Hütte der SAC Val di Campo besuchen.

 

 

Beim herrlichen Wetter auf 1985 m.ü.m geniesse ich frisch zubereitete Mahlzeit aus der Zutaten aus dem Regionen Puschlav.

 

 

Ich fahre weiter und zum zweiten Mal Richtung Berninapass. Wie auf einmal wieder alles anders aussieht!!! Heute sind nur wenige Leute unterwegs und wollen die Bergwelt geniessen. Und warum heisst Berninapass so? Na ja, wie immer nach dem irgendwo in den Wolken ruhendem, 4049 Meter hohen Gipfel Bernina. Die Strassenbau begann schon im Jahr 1842 und dauerte über gute zwanzig Jahre. Der Pass ist über ganzes Jahr offen und einer der höchstgelegenen Alpenpässe. Ich fahre runter und auf Empfehlung pausiere ich im Camping Morteratsch für stolzen Preis 30 Fr. Der Camp ist aber auf sehr hohen Niveau, bietet verschiedene Arten der Übernachtung, verfügt über eigenes Restaurant, wo ich heute essen werde. Im Camp sind die Haustiere auch willkommen und es ist eine Menge hier!

 

 

Das Wetter macht wieder mit und nach wunderbaren Morgenessen beim Bach Ovo di Bernina wartet auf mich der Fotoshooting. Das Wasser ist so eisig, aber meine Neugier gibt mir die Motivation. Ich will sehen die Unterwasserwelt. So wunderbar und sauber…und voll Farben.

 

 

Der nächste Pass wartet auf mich – der Ofenpass, der sich im Nationalpark Stelvio befindet. Auf 2149 m hat es viele Besucher, Wanderlustige und Familien mit Kindern. Die Müdigkeit macht sich bei mir bemerkbar, in sechs Tagen über 2000 m habe ich schon Einiges erlebt.

 

 

Ich gehe schnell und kurz laufen, wunderbarer Spaziergang über 10 km im Land der Märchen. Laut der Sagen haben hier in Sanddolinen die Bergfeen gewohnt, sie waren sehr hilfreich und halfen den Bauern beim Heuen hier auf der Alb da Mund. Eines Tages stahlen einige Bäuerinnen die schönen Leinentücher der Bergfeen. Diese waren entsetzt und enttäuscht, die Sanddolinen haben sich verschlossen und man sah die Feen nie wieder. Mein zynisches Ich laalet: Das denken nur die dummen, undankbaren Frauen aus so was!

 

 

Hier und da gab es bisschen Abfall, ich sammle ihn und entsorge, in Graubünden sind alle Abfallkörbe verschlossen, weil im Bündnerland sich der Bär aufhält und sich gerne auf der Nahrungssuche macht. Der Tag ist vorbei, bald wird es dunkel sein und ich laufe zu meinem Auto. Es ist schon niemand hier, nur ein Mann mit Papieren läuft ins Hotel. Mein zynisches Ich fragt mich: Wir kennen den doch!

 

 

Ich schaue noch einmal genau hin und seine kräftigen Oberschenkeln bestätigen meine Gedanken: es ist tatsächlich Dario Colonia – der Schweizer Skilangläufer, eine Klasse für sich. Bisher gewann er bei den Olympischen Spielen vier Goldmedaillen, die Gesamtwertung im Weltcup und weitere Auszeichnungen. Weg vom Piedestal lande ich wieder in der Realität, weil ich jetzt die Übernachtungsmöglichkeit finden muss. Der erste Camp ist geschlossen und die Zeit drängt mich, zeitlich in anderen anzukommen. Am Ende lief alles gut, ich erobere einen Platz im Camping Muglin Val Müstair.

 

 

Am achten Tag meiner Ferien wartet auf mich wieder ein wunderbarer Tag. Ich fahre hinauf zu Umbrailpass auf 2508 m.ü.m. Es ist ganz ruhig, ich treffe vielleicht zehn Autos. Die Steigung ist enorm. Warum Umbrailpass so genannt wird? Ihr wisst schon, namengebend ist der Piz Umbrail, ein Gipfel in der Nähe des Passes. Der Pass selber ist eine Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Ich kehre mein Auto und parkiere bei der alten Grenzstation.

 

 

Das Wetter ist prachtvoll, ich beobachte erst die Lage und schlussendlich entscheide ich mich für den Aufstieg auf 3000 m. Da dieser Dreitausender als einfach gilt und die Bedingungen günstig sind, setze ich mich nicht unter Druck, sondern falls das nicht gehen sollte, werde ich abbrechen. Ich habe einige Berge bestiegen, aber nicht immer kann man bis zum Gipfel kommen.

 

 

Das Wetter macht mit, die Aussicht ist grandios und die vier kleine Häuschen in meiner Hand in der weiter Ferne bestätigen umso mehr wie klein wir sind. Ich komme gut vorwärts, die Spuren sind sichtbar, ich laufe weiter.

 


Die erste Steigung ist da. Ich rutsche mehrfach aus, aber auf Aufgaben denke ich nicht. Ich entscheide mich für Technik im Zickzack hinauf zu gehen und links rechts links rechts Takt für meine Beine hinauf zu steigen. Das manchmal meine Schritte nicht links rechts Taktik entsprechen ist eine andere Geschichte. Es hat trotz vielen Ausrutscher geklappt. Da ich noch Kamera mitschleppe, bei vielen Ausrutschern ist die Linse voll Schnee geblieben, belasse ich es so. Umso mehr gibt es authentische Bilder.

 

 

Den Gipfel von den Augen und mit grandioser Aussicht gönne ich mir kleine Pause. Die Spuren zum Gipfel sind verweht, unterhalb der Gipfel gibt es aber eine klare Spur für die ich mich entscheide, denn hinten sehe ich auf dem Grad kein Schnee und denke mir dabei es hätte von dieser Seite besser hinauf gehen können. Ging es leider nicht, der Schnee ist so leicht, dass ich zweimal so ausgerutscht bin, dass es mich sehr viel Kraft gekostet hat, sich wieder hinaufzukratzen. Ich kehre wieder zurück zum Aussichtspunkt. Was soll ich jetzt machen? Ich will nicht noch mal das Risiko eingehen, der Gipfel ist so nach und doch so weit. Und ich brauche noch Kraft um runter zu steigen.

 

 

 Runter ging es zackig, manchen Orten bin ich fast nur auf dem Arsch gefahren. Der Gipfel  Piz Umbrail und seine 3033 Meter hüllen sich in einer Wolke, für heute will er seine Ruhe.

 

 

 Bei Auto angekommen, bin ich erleichtert. Meine Sachen sind nass, ich bin zufrieden. Ich vergiesse noch einige Tränen, um sich mit dem Berg zu versöhnen. Mein zynisches Ich nimmt mich unter die Arme und meint: Der Berg können wir ja im Sommer erklimmen. Es haderte nicht am physische Kondition oder Bedingungen. Die Natur hat mich oft belehrt, dass man nicht alles erreichen kann, was man erreichen will. Ich verabschiede mich von Umbrailpass und belasse es dabei. Es ist wichtig für mich sich zu verabschieden, weil ich weiss, zu Hause in der Wärme mit The, ein Monat später bei Bilder schauen, werden die Gedanken auftauchen – es war aber möglich aufzusteigen. Und genau das will ich mir ersparen.

 

 

Die Tränen abgetrocknet, fahre ich wieder die Umbrailstrasse runter. Ich habe Hunger, ich will mir warmes Essen gönnen. Ich lande im Gasthaus Alpenrose. Bei warmem Essen gehe ich noch mal den Aufstieg durch. Es bringt nicht viel und so kann ich gut abschliessen. Die Nacht verbringe ich wieder im gleichen Camp Muglin Val Müstair.

 

 

Den nächsten Tag fahre ich nochmal über Ofenpass und 2149 Meter zurück. Die Ruhe selbst, nur paar Wanderer sind da. Die Schleierwolken bedecken die Sonne. Es gibt keinen Grund, sich zu stressen, ich gönne mir ein kleines Morgenessen. In der Schweiz hat heute erneut die Maskenpflicht angefangen. Ich verlasse das Hotel und fahren weiter durch das Nationalpark. Von der Strasse aus sehe ich einen wunderbaren See – den Spöl.

 

 

Ich habe Glück mit Parkplatz, da gibt es viele Schaulustigen. Heute geht es zur Abwechslung runter. Ich mache den kleinen Rundgang mit einem Farbspiel blau-grün im Herbstwald. Hier und da laufen Leute vorbei im Sechs Gang Schnelligkeit.

 

 

Es sind genau die Momente, wo ich Sachen sehe, die andere Leute gar nicht merken. Der Wald lässt mich in seiner Schönheit schauen, ich sehe die Früchte für die Waldbewohner, die Ameisen ruhen in ihrem Burg.

 

 

Es wird schwierig mit Camping, ein ist geschlossen, nach Samedan ist es noch weit. Ein kleiner Wegweiser springt aus dem Nichts entgegen und eine Reihe von Autos und weiterkommen an – ich lande im Camping Chapella. Auf Empfehlung der Einheimischen besuche ich das Restaurant Vaduta, das 10 Minuten vom Camping entfernt liegt. Ein exzellentes Vorschlag – ich kann herrlich speisen. Köstliche Gerichte, war an der Zeit, ich hatte heute ja zu tun. Ich wähle den Holunderblütenschorle als Getränk, Tomatensuppecreme, Pouletschnitzel mit Salat. Alles wunderbar hergerichtet.

 

 

Am nächsten Tag stehe ich früh auf und fahre auf Flüelapass auf 2383 m.ü.m. Eine enorme Steigung, die Strassenarbeiter sind da. Über Wandern kann man keine Rede mehr sein. Starke, eiserne Bise streichelt die Hänge. Die Helikopter hat zu tun, das Gebiet ist im Winter sehr lawinengefährdet. Die Stangen am Strassenrand sind 4 m hoch.

 

 

Und warum heisst der Pass so? Ja klar, nach Flüela Wisshorn, ein Gipfel von 3085 m. Der Hotel auf der Passhöhe hat schon geschlossen, die Saison ging letzte Woche zu Ende. Ich geniesse die Bergnatur – der Schwarzsee ist gefroren, Schuttersee nicht.

 

 

Ich fahre nach Davos – sehr berühmten Ort der Wintersportaktivitäten. Ich besuche die Bäckerei Weber, wo ich sehr köstlich essen werde. Die Auswahl streichelt meinen Magen, die Augen essen mit. Die Bäckerei hat schon einige Auszeichnungen gewonnen und ich kann die Qualität nur bestätigen.

 

 

Zurück über den Flüelapass fahre ich nach Samedan, wo ich mir Wellness gönne und lasse meinen Tag bei leckerem Essen ausklingen. Die Müdigkeit macht sich bemerkbar und ich verbringe die Nacht wieder im Camping Chappela.

 

 

Mein letzter Tag im Graubünden ist da. Ich bin müde und gönne mir Morgenessen auf der Tankstelle. Ich erledige nette Kleinigkeiten – wie die Postkarten versenden. Ist schon bisschen spät, sie zu versenden. Die kommen schon an, keine Angst. Ich sitze da und beobachte den Alltag den Graubündner. Ich lausche dessen Dialekt – rhätoromanisch, eine Sprache, die nur sie beherrschen.

 

 

Es ist soweit. Ich muss wieder zurück nach Hause fahren, mein Auto abgeben. Ich fahre über Albulapass auf 2312 m.ü.m., ist fast menschenleer. Die Strasse ist wegen schmalen Passagen nicht für alle Fahrzeuge geeignet. Albulapass ist heute vor allem touristisch interessant. Der Bau geht weit ins Jahr 1695, wo man sich mit Sprengstoffen den Weg über die Berge bahnte. Im Jahr 1904 eröffnete man die Albulabahn und somit setzt man seitdem auf Tourismus. Und warum heisst Albulapass so? Nein, nicht wegen Gipfel. Die gesamte Bergen hier sind die Albula-Alpen. So einfach.

 

 

Ich werde unterhalb der Bergstrasse noch den See Palpuogna besuchen. Vor einigen Jahren haben die Zuschauer der Schweizer Fernsehen diesen Ort zum „ Schönsten Flecken Schweiz“ gewählt.

 

 

Ich laufe langsam und geniesse den Herbst und meinen letzten Tag. Viele Leute sind da, erholen sich in der Natur, fotografieren, reden zusammen, entspannen sich. Die Wanderwege zu verlassen oder mit der Drohne zu filmen ist streng verboten. Aber unter die Oberfläche darf man schauen.

 

 

Der Wind durchkämmt die Wellen, die Sonne bleibt versteckt. Eine dunkle und doch so anziehende Tiefe zeichnet sich ab. Eine Linie, die zwei so verschiedene Welten zeigt. Und auf einmal tanzt ein kleines Blatt für kurze Zeit vor die Kamera. Und mein zynisches Ich fragt mich leise: Du weiss, was es heisst? Es ist Zeit, sich zu verabschieden.

 

 

Am späten Nachmittag werde ich tanken und über Disentis und Oberalppass nach Kanton Uri fahren. Den Pass kennt ihr schon aus meiner Reportage, jetzt ist alles anders. Der Himmel verspricht nichts Gutes, ich will unbedingt auf die andere Seite und lande auf der Tankstelle Gotthard, die Lastwagen schlaffen schon und ich werde es auch bald tun.

 

 

Die Raststätte ist bekannt für sehr solides Angebot. Verträumt werde ich beim Nacht und Morgenessen meine Ferien noch mal wie ein Film durch den Kopf gehen lassen. Ein schönes Fleck der Erde ist Graubünden, ich fühlte mich gut, habe mit den Einheimischen geplaudert. Der Piz Umbrail hat auch seine Spuren hinterlassen, ich habe mich erkältet. Mein zynisches Ich fragt mich belustigt: In heutiger Situation erkältet zu sein? Oje…Ich komme gut nach Hause und werde mich über das Wochenende erholen. Mein zynisches Ich lässt euch grüssen. Wir haben euch auf die Reise mitgenommen und freuen uns auf Wiedersehen. Bis bald.

 

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Vereinigte Arabische Emirate 2016

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